Impulse

Der vitale Betrieb – Het vitale Bedrijf

ein deutsch-niederländisches Personalentwicklungs- und Beratungskonzept für Wirtschaftsunternehmen und Bildungsdienstleister

 Nach den Erfahrungen in 2010 und 2011 möchten wir mit diesem kurzen Artikel ein paar Thesen veröffentlichen, die aus der Sicht von hiba impulse gmbh für die zukünftige Rolle des heutigen Bildungsdienstleisters an den Märkten der Zukunft bedeutsam erscheinen:

 -       Arbeitsmarktdienstleistungen sind vermehrt bezuschusste Personalrekrutierungs- und Personalentwicklungsdienstleistungen für Wirtschaftsunternehmen in Zeiten von Personal- und Fachkräftemangel. Die Firmen sind zunehmend die Kunden und Verwerter der Dienstleistung, immer weniger sind sie die schlichten Durchführungspartner von Maßnahmen in der Arbeitsmarktintegration. Wenn man als Unternehmen aber Kunde ist, dann wird man Leistungen Dritter auch begleichen müssen. Darin liegen erhebliche Chancen für bisherige Maßnahmeträger, die i.d.R. über hervorragende Betriebskontakte verfügen. Bei Ausschreibungen der Bundesagentur mag es zukünftig ein strategischer Vorteil sein, mit privaten Drittmitteln zur Gesamtfinanzierung entstehender Kosten beizutragen und auf diese Weise Betriebsnähe und Qualität zu sichern. Die Qualität orientiert sich so immer mehr am Interesse und an der Erwartung des Kunden.  

 -       Tendenzen im Bildungsbereich entwickeln sich in Richtung der beruflichen Weiterbildung, speziell von Beschäftigten in Firmen. Dabei geht es nicht nur um sog. hard-core Qualifizierung, sondern eher um soft-core. Soft-core sind alle Initiativen und Aktivitäten, die die Beschäftigungs- und Leistungsfähigkeit tendenziell alternder Belegschaften und Führungskräfte zum Ziel haben. Dies sind insbesondere Aktivitäten in den Bereichen Gesundheits- und Vitalitätsmanagement. Dies schließt alle Faktoren ein, die negativ auf Wohlbefinden, Zufriedenheit, Krankenstand etc. der Beschäftigten wirken und dem Unternehmen erheblichen wirtschaftlichen Schaden durch i.d.R. hausgemachte Leistungsminderungen zufügen können. Solche Faktoren können sein: Stress, Überbelastung, Monobelastung, Führungsschwächen und unterentwickelte Kommunikationswege.

 -       Die Unternehmen und auch Bildungsdienstleister haben es zunehmend mit drei Faktoren zu tun, die zeitgleich zusammenfallen und durchaus Gefahrenpotentiale bergen können für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit, Tendenzielle Alterung und Nachwuchsmangel, beschleunigter technologischer Fortschritt, dem nahezu notgedrungen mit den vorhandenen „Spielern“ zu folgen ist, und das Ganze eingebettet in einer sich weiter globalisierenden Wirtschaft. Hier bieten sich für den heutigen Bildungsdienstleister ganz neue Optionen, ihren Partnerunternehmen zu dienen. Bildungsangebote werden nicht mehr ausschließlich die Produktlinien der Zukunft sein, sie werden sich einreihen in ein Spektrum aus Qualifizierung und Beratung. Eine neue Form des Fallmanagements wird entstehen, der Fall „Firmenkunde“.

 -       Um dahin zu kommen, müssen Bildungsdienstleister wohl zuerst bei sich selbst anfangen. Auch sie sind Veränderungen der Märkte unterworfen (was mit dem o.g. technologischen Fortschritt vergleichbar ist), sie unterliegen erheblichen Alterungsprozessen, beklagen gleichfalls Nachwuchsmangel. Bildungsdienstleister sollen den Partnerunternehmen vorleben, was sie ihnen zukünftig an Beratung und Qualifizierung anbieten werden. Zukünftige Handlungsfelder der Veränderung beim Bildungsdienstleister sind: Umstellung von Lehr- und Lernarrangements auf die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten, Internes Personalentwicklungsprogramm zur fachlichen Umorientierung vorhandener Mitarbeiter, Installation eines „Produktentwicklungslabores“, Aufbau eines leistungsfähigen Vertriebs mit „aufsuchenden Betriebsberatern“ und ein neues Zusammenwirken mit der Produktentwicklung, Kompetenzentwicklung zur Beschaffung und Bewirtschaftung von Fördermitteln für Dritte.

 -       Perspektivisch hat nur noch derjenige Dienstleister eine Erfolgschance, dem es gelingt, über Maßarbeit Personal-, Fachkräfte- und Vitalitätsdefiziten beim Firmenkunden Problemlösungen entgegenzusetzen mit konkreten, möglichst zeitnahen Verwertungseffekten und Mehrwerten für den Kunden. Nutzwerte für den Kunden sind die Hauptargumente für dessen Einkaufs- und Investitionsbereitschaft.

 -       Vitale Betriebe haben also Antworten auf die o.g. drei Faktoren, sie sind in der Lage über geeignetes Alter(n)smanagement intelligente Antworten im Personalbereich zu finden, technologischem Fortschritt bzw. Marktveränderungen positiv gegenüberzustehen, Tendenzen und Entwicklungen zu antizipieren und so Akteur und Subjekt eigenen Handelns zu sein, als Objekt des Handelns von Dritten und der Veränderung ängstlich gegenüberzustehen wie ein Kaninchen, das wartet bis es endlich von der Schlange gebissen wird.

Das System „Der vitale Betrieb“ ist eine deutsch-niederländische Gemeinschaftsentwicklung, die in den Niederlanden weiter vorangeschritten ist als hierzulande. De facto läuft alles auf den heutigen Bildungsdienstleister zu, der sich jedoch auf die neue Aufgabe vorbereiten sollte, um bei schon jetzt spürbar steigendem Kundenbedürfnis nach Problemlösungen dienstleistungsbereit zu sein.

Wir haben einen Zyklus im Sinne eines prinzipiellen Rahmenwerkes entwickelt, der den „Vitalen Betrieb“ auch in Ihr Unternehmen hineinträgt: 

-       Entwicklungswerkstätten für Führungskreise und Zukunftsmannschaften

-       Produktentwicklung und Labore

-       Vertrieb und Marketing

-       Personalentwicklung, Laufbahn- und Karriereplanung für Ihre Beschäftigten

-       Fördermittelbeschaffung

-       Kolloquium

Zwischen den einzelnen Phasen sind zusätzliche Coachings für die Geschäftsführungen möglich. Die bisherigen Projekte von hiba impulse, mit einzelnen Kunden auf den Weg hin zu einem Vitalen Unternehmen der Zukunft einzuschwenken, waren manchmal auch schmerzhaft für den Einzelnen, jedoch am Ende insofern erfolgversprechend, als sich auf diese Weise neue Geschäftsoptionen aufgetan haben, die die Abhängigkeit von öffentlichen Mitteln aus Ausschreibungen oder Projektförderungen ein Stück weit reduzieren konnte.