Impulse für Seminare

Ausschreibungspraxis – von der Veröffentlichung bis zum Zuschlag

Wurde vor Jahren seitens der Agentur für Arbeit und der ARGEn noch die Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen und Fördermaßnahmen praktiziert, so ist inzwischen deren öffentliche Ausschreibung zur Regel geworden. Dadurch löste sich ein überregionaler Wettbewerb aus, bei dem die Herausforderung „höchste Durchführungsqualität zum geringsten Preis“ der Quadratur des Kreises gleicht.
Das stellt die Einrichtungen und Mitarbeiter/innen vor immense Herausforderungen, was sich u. a. in der fehlenden Planungssicherheit, den z. T. kurzfristigen Organisationsanforderungen sowie in einer erheblichen Personalfluktuation niederschlägt.
Darüber hinaus bringt der Zeit- und Personalaufwand bei der Beteiligung an Ausschreibungen gerade für kleinere Träger vielfältige Probleme mit sich. Theorie und Praxis bzw. Anspruch und Wirklichkeit der Ausschreibungskonzepte offenbaren oft genug die Schwächen einer fehlenden Abstimmung der Konzeptschreiber mit den pädagogischen Fachkräften vor Ort. Die Lesart des Anforderungskatalogs der ausgeschriebenen Arbeitsmarktdienstleistungen und die damit verbundenen Konsequenzen tun ihr Übriges.

“Kraft Funktion kommt das Können.”

Dieser Fehleinschätzung unterliegen viele Dienstleister und verkennen, dass mit der Übertragung der Zuständigkeit der Angebotsgestaltung an „ausgewählte“ Mitarbeiter die praktizierte Personalpolitik schlicht zu kurz greift und so an zentraler Stelle die Wettbewerbsfähigkeit ihrer eigenen Organisation aufs Spiel gesetzt wird.
Doch im zunehmenden Maße setzt sich in der Trägerlandschaft bei den Entscheidern die Erkenntnis durch, dass das facettenreiche Kompetenzprofil der mit den Ausschreibungen betrauten Mitarbeiter/innen ein Fulltime-Job mit entsprechender Professionalität ist.

Vor diesem Hintergrund hat die hiba impulse gmbh ein sechsteiliges modulares Qualifizierungsangebot entwickelt, das dem vielfältigen Anforderungsprofil des Ausschreibungsexperten als Produktentwickler Rechnung trägt.

Modul 1: Der Produktentwickler und sein Umfeld

  • Kompetenz- und Leistungsprofil eines Produktentwicklers
  • Die Rolle in der eigenen Organisation
  • Auftrag, Erwartungen, Aufgaben – Umgang mit unterschiedlichen Ansprüchen
  • Im Spannungsfeld zwischen Rechercheur, Koordinator und Illusionär (kreativer Denker)
  • Verzahnung zwischen Personal- und Organisationsentwicklung: Visionär und Impulsgeber

Modul 2: Wissensmanagement in der Einrichtung

  • Entwicklungstendenzen zielgruppenspezifischer Arbeitsmarktdienstleistungen, Diskussionen in der bildungspolitischen Fachöffentlichkeit – Orientierung für die eigene Arbeit
  • Professionelle Recherche und relevantes Wissen (Intention der Maßnahmen, Begriffsglossar, Förderinstrumente und ihre inhaltliche Ausrichtung, Wertungsmatrixen)
  • Internes Know-how erfassen und verwerten

Modul 3: Kommunikation und Networking

  • Verzahnung mit QM-Prozessen in der Einrichtung
  • Vernetzung nach außen: Bietergemeinschaft und Expertenaustausch
  • Vernetzung nach innen: Kommunikations- und Abstimmungsprozesse mit Entscheidern, Führungskräften und dem pädagogischen Fachpersonal

Modul 4: Monitoring und Controllin

  • Der Produktentwickler als Prozessentwickler/ Prozessmanager
  • Monitoring vor der Ausschreibung: maßnahmegekoppelt und –entkoppelt
  • Controlling nach der Ausschreibung
  • Methoden des Monitorings und des Controllings

Modul 5: Schreibkompetenz

  • Den Schreibprozess effektiv organisieren
  • Textgestaltung: Schreibstil und Aussagekraft
  • Textbausteine erstellen und weiterentwickeln (Gefühl für Worte, Schulung der Wahrnehmung und Konzentration, Klarheit der Aussage)
  • Redigieren von Texten

Modul 6: Vertrieb und Vermarktung

  • Grundverständnis von Marketing und Vertrieb von Maßnahmen und (Dienst)Leistungen
  • Kundenbeziehungsmanagement, CRM-Systeme
  • Vertriebsstrategien/ Controlling im Vertrieb
  • Kundendialog und Unternehmenserfolg

Abschluss-Colloquium

In einem Abschlusscolloquium werden die Teilnehmenden ihre während der Weiterbildung durchgeführten Teilprojekte präsentieren.

Flyer als PDF Download (4,1 mb)